Donnerstag, 17. Dezember 2009

Die Fakten belegen: 9/11 wurde inszeniert!

In einem Artikel über den in New York geplanten 9/11-Schauprozess hatte ich angekündigt, die Ereignisse des 11.September zukünftig genauer unter die Lupe zu nehmen. Dieser Artikel wird einen wichtigen Beitrag dazu liefern, schließlich werde ich darin nachweisen, dass die offizielle Version auf  fabrizierten Beweisen beruht. Ein Kernelement spielt dabei die in unmittelbarer Folge der Attacken aufgestellte und heute von fast allen vergessene Behauptung, dass arabische Berufspiloten Täter und Hintermänner der Anschläge waren.

In den Stunden nach den Anschlägen, als sich die Welt noch im Schockzustand befand, waren sich alle Experten und Kommentatoren in einer Sache einig: hier mussten Profis am Werk gewesen sein. Solche koordinierten Attacken mussten minutiös über Jahre geplant worden sein. Insbesondere die Todes-Piloten mussten nicht nur mit eiskalter Abgebrühtheit vorgegangen, sondern auch mit besonderem fachlichen Können ausgestattet gewesen sein. Alle Experten bestätigten: hier saßen keine Stümper und keine blutigen Anfänger im Cockpit, sondern erfahrene Leute, die wussten, was sie taten. Laut Experten handelte es sich bei den Hijackern um "extrem erfahrene und fähige Piloten". Es bedurfte einiger "sehr, sehr talentierter" Piloten, so der ehemalige US-Navy Pilot Ted Muga. Auch sein Kollege Ralph Kolstad, immerhin 6000 Stunden Flugerfahrung in Boeings 757 und 767 auf dem Buckel, erklärte, dass er solche Manöver nicht hätte fliegen können. In der 'New York Times' hieß es am Tag danach, "diese Leute wussten was sie taten bis ins kleinste Detail. Jeder von ihnen war ausgebildet, große Maschinen zu fliegen". Außerdem sei es "unmöglich" gewesen, dass ein Amateur zu so etwas fähig war.

Insbesondere von dem Manöver von Flug 77, der ins Pentagon krachte, zeigten sich Experten beeindruckt. Markus Kirschneck von der Pilotenvereinigung 'Cockpit' sagte in einem WDR-Fernsehbeitrag bezüglich des Manövers von Flug 77:
"Bei dem Flugmanöver ins Pentagon handelt es sich um eins der schwierigsten Flugmanöver, die überhaupt mit so einem Verkehrsflugzeug durchzuführen sind." (Quelle)


Auch der ehemalige Formel 1-Fahrer und Pilot Niki Lauda bestätigte, dass es sich um "voll ausgebildete 757 und 767-Piloten" gehandelt haben muss. Es könne sich "zweifellos nicht um halb-ausgebildete" Piloten gehandelt haben. (Quelle S.174)

Auch Flug 175, dessen Einschlag in den Südturm wir hunderte male im Fernsehen mitverfolgen mussten, muss von einem ausgesprochenen Profi gelenkt worden sein. Laut offiziellen Quellen flog die Maschine 950 km/h schnell und war somit wesentlich schneller als es für eine Boeing 767 in dieser niedrigen Höhe vorgesehen ist (Quelle Seite 3). Bei einer solchen Geschwindigkeit wird das Flugzeug instabil, die Flügel drohen abzubrechen, jede kleinste Bewegung am Steuer kann einen sonst wo hin katapultieren, nur nicht da, wo man hin will. Die Türme waren nur wenig breiter als die einschlagenden Flugzeuge. Stellen Sie sich vor, sie müssten mit dieser Geschwindigkeit ein Auto, oder eher einen LKW, in eine Garage fahren, noch dazu aus einer Kurve heraus! Im Fall von Flug 11, der in den Nordturm einschlug, ist es noch absurder. Aus einer kilometer-breiten Ellipse heraus soll Mohammed Atta die Boeing 767 präzise mittig ins Gebäude gesteuert haben. Sehen Sie sich dazu die Abbildung des NIST (National Institute for Standard and Technology) an:



Das lässt eher auf ein präzises Programm schließen, als auf menschliche Fertigkeiten. Eine computergesteuerte Boeing, ist das nicht ein Hirngespinst aus Science-Fiction Romanen? Mitnichten, immerhin spekulierte selbst die FAZ am Tag danach:

Samstag, 28. November 2009

Jahrestag Mumbai-Attacken - Zweifel bleiben

Vor einem Jahr hielt die Welt den Atem an. Die vom 26. bis 29. November 2008 im indischen Mumbai (ehemals Bombay) durchgeführten Terror-Attacken wurden via Fernsehen live ins heimische Wohnzimmer übertragen. Dort konnte man schockiert mit ansehen, wie eine Bande junger Männer mit Kalschnikows und Granaten bewaffnet tagelang wahllos Menschen erschoss und als Geiseln nahm. Insgesamt wurden 173 Menschen getötet, über 300 verletzt. Cafebesucher wurden niedergemetzelt und Taxi-Passagiere mit Bomben zerfetzt. Während die 'Times' noch am 27.November 2008 schrieb, dass 19 Ziele von dutzenden Attentätern  angegriffen wurden, waren laut der heute gültigen offiziellen Version nur 10 Männer an den Taten beteiligt. Sie befanden sich im wahrsten Sinne des Wortes in einem Rausch, denn laut Blutuntersuchungen hatten sie Kokain, LSD und eventuell auch Stereoide während der Taten intus. Neun der zehn Männer wurden während der Auseinandersetzung mit Anti-Terror- und Polizeikräften getötet.
Der einzige Überlebende auf Seiten der Terroristen ist der damals 21-jährige Pakistani Ajmal Kasab. Laut seinen eigenen Aussagen gehört er zu der Terrorgruppe Lashkar-e-Toiba (LeT).
Die islamistische Lashkar-e-Toiba (LeT) wurde 1990 in Pakistan gegründet und ist seitdem vor allem im Kaschmir-Gebiet aktiv, wo sie gegen den indischen Einfluss kämpft. Wiederholt hat die LeT schwere Bombenanschläge auf indischem Territorium begangen.
Seit Anbeginn ihres Bestehens arbeitete die LeT eng mit den pakistanischen Sicherheitskräften zusammen, die die LeT als Stellvertreter ("Proxy") im Kampf gegen Indien einsetzt. Der von 2001-2008 amtierende Ministerpräsident Pervez Musharaf war schon seit den frühen 1990er Jahren eng mit der LeT verbunden.

Dicke mit der LeT: General Pervev Musharaf

Die Unterstützung der LeT durch den pakistanischen Geheimdienst ISI führte immer wieder zu schweren Spannungen zwischen Pakistan und Indien. Nach einem Anschlag am 13.Dezember 2001 auf das indische Parlament, bei dem inklusive der fünf Attentäter 14 Menschen starben, wuchsen die militärischen Spannungen. Indische Soldaten marschierten an der Grenze zu Pakistan auf, sogar ein nuklearer Konflikt wurde befürchtet.
Während der drei Tage andauernden Anschläge in Mumbai wurde über die Hintergründe der Täter spekuliert. Die ersten der Öffentlichkeit vorgeführten Beweise, die eine Spur in Richtung Pakistan belegen sollten, taten der Spekulation aber keinen Abbruch. Nach der offiziellen Version kamen die Attentäter per Boot aus dem pakistanischen Karatchi und gingen vor Mumbai an Land. Auf einem Fischerkutter wurden Land-und Seekarten gefunden, sowie technisches Gerät, darunter ein GPS-Sender.
Ermittler, die die Details der Attacke zusammen fügen wollten, zeigten sich überrascht, dass der im Fischdampfer sichergestellte GPS-Sender zwei Karten in seiner Navigationshilfe eingespeichert hatte. Die eine zeigte eine Route von Karatchi, eingezeichnet nahe der indischen Küste, die andere zeigte eine Rückkehr-Route, von der Küste Mumbais zurück nach Karachi. "Wir denken das wurde getan, um den Terroristen den Anschein der Hoffnung zu geben, nach erfolgreichem Überfall wieder zurück nach Hause kehren zu können", sagte ein hoher Sicherheitsbeamte gegenüber 'Outlook'. Die Tatsache, dass diese beiden Routen in das GPS eingespeichert waren, bestätigen, dass es Hilfe von Leuten mit Armee- oder Navy-Hintergrund gab, welche über ausgiebiges Wissen bezüglich der Navigation auf dem Meer verfügen."  
(Quelle)
Der Fund mit den eindeutigen Spuren sah zu perfekt, und daher ein wenig nach medienwirksamer PR aus. Auch die Identität von Ajmal Kasab, der als einziger festgenommenen wurde, schien umstritten. In seinem angegebenen Geburtsort in Pakistan hat es nie einen Mann seines Namens gegeben, wie pakistanische Behörden behaupteten und auch Journalisten recherchierten.
Doch spätestens nachdem die pakistanischen Behörden Monate nach den Attacken die Identität von Kasab bestätigt hatten und außerdem angaben, sechs Männer, darunter den Drahtzieher, festgenommen zu haben, scheint es keine Zweifel mehr zu geben, dass die LeT verantwortlich ist und es sich hierbei nicht um eine Operation unter falscher Flagge handelte. Dennoch bleiben Zweifel und Fragen offen.

Dienstag, 24. November 2009

Neue Belege: FBI konstruierte 9/11-Täter

Im Zusammenhang mit den in New York geplanten Prozessen heißt es, nun würden zum ersten mal die Drahtzieher der 9/11-Anschläge vor Gericht gestellt. Allerdings wurde schon einmal ein Gerichtsverfahren gegen einen Hauptverdächtigen geführt. Die Rede ist von Lotfi Raissi, einem algerischen Berufspiloten. Seine Festnahme in Großbritannien kurz nach den Anschlägen des 11.September 2001 wurde damals von Ermittlern als "Durchbruch in der Suche nach lebenden Mitverschwörern der Attacken" bezeichnet. Für das FBI war er von "entscheidender Wichtigkeit" und Anklägerin Arvinda Sambir bezeichnete ihn als den "führenden Ausbilder" der 9/11-Hijacker-Piloten. "Sein Job war es, sicher zu stellen, dass diese Piloten ausgebildet und fähig waren,“ so Sambir. Die USA verlangte die Auslieferung Raissis. Dort, so US-Behörden, würde er "höchstwahrscheinlich wegen Verschwörung zu Mord angeklagt werden und könnte die Todesstrafe erhalten." Vor dem britischen Gericht, welches über die Auslieferung Raissis zu entscheiden hatte, sagte der Ankläger und Vertreter der USA:
"Wir haben ausreichende Beweise, die nicht nur die Verbindung zu den Piloten zeigen - es geht darüber hinaus. Wir haben Beweise, die eine aktive Verschwörung belegen, in Form von Korrespondenz und Telekommunikation, und auch Videoaufnahmen, die sie zusammen zeigen. Wir haben außerdem Beweise, dass sie zusammen reisten." (Quelle)
Vor Gericht erlebte die Anklage im April 2002 schließlich eine herbe Schlappe.
"Über die Länge von zehn Gerichts-Sitzungen bewies Raissis Anwalt Punkt für Punkt, dass alle Anschuldigungen und alle Beweise, auf die sie sich stützten, falsch waren, wenn nicht sogar fabriziert." (Quelle)

Zu Unrecht beschuldigt: Lotfi Raissi

Das Videomaterial zeigte nicht Raissi zusammen mit dem angeblichen Piloten von Flug 77, Hani Hanjour, sondern Raissi und dessen Cousin. Gemeinsame Besuche von Flugsimulatoren oder Ausbildungsflüge gab es auch nicht. Auch keine gemeinsamen Reisen. Auch keine Telekommunikation.

Montag, 16. November 2009

Demnächst in New York: 9/11-Schauprozess!

In den letzten Tagen sorgte die Meldung für Aufregung, dass es nun doch einen Zivilprozess gegen mutmaßliche Drahtzieher der Anschläge des 11.September 2001 geben wird. Und dazu noch ausgerechnet in New York. Dabei handelt es sich um fünf in Guantanamo inhaftierte Männer. Namentlich um Khalid Sheikh Mohammed und Ramzi Bin al-Shibh, die als die beiden Drahtzieher der Anschläge gelten, sowie um Mustafa al-Hawsawi, Khallad bin Attash und Ali Abdul Aziz Ali.

Für die Einen ist die Entscheidung, die fünf Männer vor ein ziviles Gericht zu bringen, ein Zeichen der Schwäche gegenüber den Terroristen. So hält der selbsternannte "Mr. 9/11" und ehemalige Bürgermeister New Yorks, Rudy Giuliani, die Entscheidung für einen Fehler. Die Männer sollten vor ein Militärtribunal kommen, da man sich ja mit ihnen im Krieg befindet, so Giuliani. Auch Obamas republikanischer Widersacher im letztjährigen Präsidentschaftswettrennen, John McCain, hält das ganze für eine Fehlentscheidung. Er wirft Obama vor, dass der Prozess in New York den Kampf gegen den Terror unterminiere. Außerdem, so der ehemalige Generalstaatsanwalt Mukasey, steige dadurch die Gefahr von Terroranschlägen in New York dramatisch an.

Bei Anderen hingegen sorgt die Entscheidung, die Verdächtigen einem zivilen Verfahren auszusetzen, fast schon für Begeisterung. Kristen Breitweiser, deren Ehemann bei den Anschlägen ums Leben kam und die mit anderen Angehörigen von 9/11-Opfern maßgeblich für das von der Bush-Regierung blockierte Zustandekommen der Untersuchung durch die 9/11-Commission verantwortlich ist, begrüßt die Entscheidung:

Skeptisch gegenüber der offiziellen Version: Kristen Breitweiser

Auch auf Web-Seiten, die schon seit langem die offizielle Version ablehnen, keimt angesichts der Entscheidung Hoffnung auf, dass jetzt endlich die große Aufklärung darüber beginnt, was wirklich am 11.September geschah. Doch das ist ein Trugschluss.

Freitag, 13. November 2009

Dialektik des Terrors: durch lebenserhaltende Maßnahmen den Feind töten!

In der US-Amerikanischen Zeitung "Foreign Policy" stellt der Politikwissenschaftler Gustavo de las Casas sein Konzept vor, wie man Al-Qaida am besten bekämpfe: indem man sie am Leben erhält!
Die Welt wäre weise, wenn sie Al-Qaida am Leben halten würde, paradoxerweise aus Gründen der Sicherheit. Man mag es mögen oder nicht, aber eine ramponierte Al-Qaida intakt zu halten ist die größte Hoffnung, die die Welt haben kann, um die islamistischen Fanatiker in ein einziges soziales Netzwerk zu bringen - wo man sie am besten aufspüren, verfolgen und im Zaum halten kann. Die Alternative, die terroristische Gruppe zu zerstören, würde Al-Qaida in tausende von Zellen zersplittern, und diese wären wesentlich schwieriger zu verfolgen und unmöglich auszumerzen. Es ist das Dilemma des Gegen-Terrorismus, und die einzige echte Wahl ist die unangenehmste: Al-Qaida muss leben.
Die Gruppe ist getrieben von einer hohen Mitarbeiterfluktuation, ständig unter dem Druck, Mitglieder zu ersetzen, die durch erfolgreiche westliche Gegen-Operationen oder  erfolgreiche Selbstmordattentate verloren wurden. Al-Qaida Manager auf der mittleren Ebene sind ausschlaggebend, um diese Personal-Lücke zu füllen. Diese zentralen Mitglieder haben mehr Verbindungen als ihre abgeschiedene Führung oder die frischen Rekruten, und bilden eine Brücke zwischen beiden Gruppen. Zur selben Zeit sind sie aufgrund ihrer größeren Offenheit [exposure] einfacher zur Strecke zu bringen. Hierin liegt die Gefahr. Bedauerlicherweise werden mit dem Auslöschen der mittleren Schicht des Managements auch alle Hoffnungen ausgelöscht, terroristische Attacken aufzuhalten.
Wenn nun das "mittlere Management" die Brücke zwischen Führungsfiguren wie Osama Bin Laden und neuen Zuläufern bildet, dann würde man Al-Qaida effektiv schwächen, indem man dieses mittlere Management ausschaltet. Nicht, wenn es nach de las Casas geht. Der behauptet genau das Gegenteil:
Es ist verlockend ein Organisations-Diagramm von Al-.Qaida aufzuzeichnen und zu denken, wenn die wichtigen Knotenpunkte identifiziert und zerstört werden könnten, dass dann der Rest des Netzwerks folgen würde. Aber wenn Al-Qaida ausgeschaltet und sein mittleres Management dezimiert ist, dann kreisen eifrige Fanatiker rund um den Globus nicht mehr um eine zentrale Basis. Ihre Alternative? Ihr eigenes No-Name Netzwerk zu gründen und sich mit anderen Al-Qaida Überlebenden zusammen zu schließen. Al-Qaida zu töten wird wenig dazu beitragen, islamistischen Terror zu reduzieren. Es würde die Welt des Terrorismus nur chaotischer machen.  
Die These, dass versprengte und voneinander isolierte Terroristen viel gefährlicher seien als straff organisierte, stellt alles auf den Kopf, was man bislang aus der Welt der Anti-Terror-Strategien kannte. Offiziell konnte Al-Qaida doch nur Anschläge wie den 11.September durchführen, weil sie so straff organisiert sei. Weil sich Dutzende von Kämpfern konspirativ koordinieren konnten. Weil es auf der Welt verstreute, aber dennoch gemeinsam operierende Zellen gab, die durch internationale Finanztransfers am Leben gehalten wurden.

Mittwoch, 11. November 2009

Dschihad Union distanziert sich angeblich von Al-Qaida!

Auf seinem Blog berichtet der ARD-Terrorexperte Holger Schmidt regelmäßig über das Gerichtsverfahren gegen die sogenannte Sauerland-Gruppe, die zu der IJU, der Islamic Jihad Union, gehören soll. Gestern berichtete Schmidt nicht über den Gerichtsprozess, der zuweilen in eine "Polizeikomödie" ausartet, sondern über eine BKA-Information, wonach sich die Islamische Dschihad Union von Al-Qaida distanziert.
Anfang Oktober berichtete die türkische Polizei von einer Groß-Razzia gegen Islamisten. Zahlreiche Personen seien festgenommen worden. Einige von ihnen gehörten zu Al Qaida, die restlichen zur IJU. Die Gruppe habe Anschläge in der Türkei geplant und hätte auch deutsche Ziele angreifen wollen.In Deutschland war die Razzia kaum eine Meldung wert. Der IJU aber schon. Sie verbreitete auf der einschlägigen Webseite, auf der auch schon das Bekennerschreiben der Sauerlandgruppe und das ein oder andere Breininger-Video auftauchte, eine Art Gegendarstellung, die das BKA gefunden hat:
Man habe nichts mit Al Qaida zu schaffen, habe niemals eine Aktion in der Türkei geplant und sei auch aktuell nicht in der Türkei aktiv. Im übrigen sei das Ziel der Gruppe ein Kalifat (ein diktatorischen Gottesstaat) - wenn möglich weltweit. Mit Al Qaida habe man nichts zu tun. (Quelle)
Die Webseite von der Schmidt spricht und auf der das BKA die Distanzierung von Al-Qaida gefunden hat,  nennt sich "sehadetzamani.com". Dort distanzierte sich die Islami Cihad Ittehad (türkischer Name der IJU) bereits am 20.Oktober 2009 von Al-Qaida. Hintergründe über diese Webseite und der Frage nach der Authentizität solcher Meldungen finden Sie hier. Was ist von der Distanzierungs-Meldung zu halten? Terrorexperte Schmidt hält sie für einen klugen Schachzug:

Sonntag, 8. November 2009

Amoklauf in Fort Hood - Verbindung zu 9/11?

War es ein Amoklauf eines durchgeknallten Einzeltäters? War es ein politisch motivierter Terror-Anschlag? Zumindest gerät die religiöse Einstellung des Täters zunehmend in den Medien-Fokus. Und nun soll sogar ein Zusammenhang zu 9/11 bestehen. Doch zunächst zum Tatgeschehen selbst.

Der 39-jährige Militär-Psychiater Major Malik Nadal Hasan eröffnete am 5.November in der Fort Hood Army Base in Texas das Feuer auf Soldaten, die sich in der Endvorbereitung auf ihren Einsatz in Irak befanden. Dreizehn wurden dabei getötet und 30 verletzt. Hasan selbst wurde durch vier Kugeln schwer verletzt und befindet sich auf der Intensivstation. In den ersten Meldungen hieß es noch, Hasan sei auch bei dem Schusswechsel ums Leben gekommen. Dass Hasans Tod zuerst offiziell bestätigt wurde, ist nicht die einzige Ungereimtheit des Tatablaufs. In den ersten Meldungen wurde von weiteren Tätern und deren Festnahmen berichtet.
"Der Schütze wurde getötet. Er war ein Soldat. Wir haben danach zwei weitere verdächtige Soldaten festgenommen, und es gab Augenzeugenberichten zufolge eventuell mehr als einen Schützen.(...) Augenzeugen sagten, dass die Amokläufer Militäruniformen trugen."  (Quelle)

Donnerstag, 5. November 2009

Al-Qaida: Kriegsgrund reloaded!

Zumindest einige seiner Wahlversprechen scheint US-Präsident Barak Obama zu halten. Im Wahlkampf hatte er versprochen, den Krieg in Afghanistan zu eskalieren. Von Obamas aggressivem Eintreten für militärische Interventionen in Pakistan, distanzierte sich selbst der republikanische Präsidentschaftskandidat John McCain. Folgerichtig wurde unter Obama die Anzahl der Einsätze unbemannter Drohnen drastisch erhöht. Bereits jetzt sind unter seinem Kommando so viele Killer-Drohnen ausgeschwärmt, wie unter der ganzen Amtszeit von George W. Bush. Ca.750 bis 1000 Menschen wurden bei diesen Angriffen auf pakistanischem Gebiet getötet. Während sich die pakistanische Armee schwere Gefechte mit den Taliban in Süd-Waziristan liefert, wird eine weitere Ausweitung von US-Interventionen in Pakistan propagandistisch vorbereitet.

Der Angriff auf Afghanistan Ende 2001 wurde damit begründet, dass Afghanistan Al-Qaida einen "sicheren Hafen" geliefert habe. Dieser Hafen hat sich nun nach Pakistan verlagert. Und so kam die kürzliche Meldung über den Fund von Ausweisen mutmaßlicher Al-Qaida-Terroristen wie gerufen.
Pakistanische Truppen, die die Berge Süd-Waziristans durchstreiften, haben verblüffende Beweise gefunden,  die eine direkte Verbindung zwischen dem gesetzlosen Stammesgebiet und den Al-Qaida Attacken in Amerika und Europa aufzeigen. (Quelle)
Unter den "verblüffenden Beweisen" befand sich auch der Pass des kurz vor dem 11.September 2001 aus Deutschland verschwundenen Said Bahaji, der als Mitglied der Hamburger Zelle die 9/11-Anschläge mit vorbereitet haben soll. Ob die Dokumente wirklich jetzt in Süd-Waziristan gefunden wurden, oder sich schon länger in der Hand des pakistanischen Militärs befinden - schließlich hat der Geheimdienst ISI eine lange Tradition der Zusammenarbeit mit Taliban und Al-Qaida-Aktivisten - bleibt Spekulation. Wie auch immer, dass pakistanische Militär betrachtete die Präsentation der verblüffenden Beweise als Geste des guten Willens nach dem Motto: "Seht her, wir unternehmen etwas gegen die Terroristen". Keinesfalls als Geste des guten Willens hingegen wurden die daraufhin erfolgte Äußerung der US-Außenministerin Hillary Clinton aufgefasst.
 "Ich finde es schwer zu glauben, dass niemand in ihrer Regierung weiß, wo die Qaida-Chefs sich aufhalten, und dass sie nicht zu fassen sind, wenn man es doch wirklich will." (Quelle)
Schwer zu glauben ist es, dass ausgerechnet Hillary Clinton solche Töne von sich gibt. Denn es war ihr Ehemann und damaliger US-Präsident Bill Clinton, und ihre Vorgänger im US-Außenministerium, die eins um andere mal die Chance "vertan" haben, Bin Laden zu schnappen. Ein kürzlich in der 'Welt' erschienener Artikel über das Buch von Osamas Sohn Omar Bin Laden enthält einen Hinweis auf eine dieser Chancen:

Montag, 2. November 2009

Osama Bin Ladens Sohn lügt!

Omar Bin Laden, eines von zehn Kindern aus Osama Bin Ladens erster Ehe mit seiner Cousine Najwa Ibrahim Ghanem, hat zusammen mit dieser ein Buch verfasst. Es beschreibt das Familienleben unter dem Kommando des Terrorfürsten und welche Härten und Entbehrungen Omar als Kind und Jugendlicher durchmachen musste. Im Alter von 19 Jahren - die Bin Ladens hatten Zuflucht in Afghanistan gefunden - entschloss sich Omar, mit seinem Vater zu brechen und erteilte einer möglichen Karriere in dessen Terrornetzwerk ein Absage. Dieses Buch stellt ein Novum dar: noch nie hat ein so enger Verwandter ein Buch über Osama verfasst. Nachrichten über den privaten Osama sind allerdings kein Novum. So plauderte etwa vor drei Jahren Osamas "Sexsklavin" aus dem Nähkästchen, dass dieser in Whitney Houston verschossen sei. Auch sie schrieb ein Buch. Wer sich für die Osama-Bin-Laden-Privat-Soap interessiert, dem sind beide Bücher sicherlich zu empfehlen. Interessanter allerdings ist die Tatsache, dass Omar nun als Anhänger der offiziellen 9/11-Version auftritt. Dies dürfte der wichtigste Aspekt an der ganzen Sache sein. 'TIME' leitete einen Artikel daher so ein:
Für Omar Bin Laden...kam die schreckliche Erkenntnis, dass sein Vater das terroristische Superhirn einer globalen Verschwörung ist, die das Leben Tausender Unschuldiger zerstört hat, schrittweise.
Später heißt es:
Nach dem Massaker von 9/11 gab es für Omar kein zurück [nach Afghanistan]. Viele seiner Geschwister, die zurück blieben, sind wahrscheinlich tot. Sein Vater ist der berühmteste lebende Massenmörder. "Während dieser Jahre des Kummers und Verlustes musste ich mich der Wahrheit über meinen Vater stellen", schreibt Omar.
Omars schmerzvolle Einsicht in die Täterschaft seines Vaters soll also schrittweise erfolgt sein. Es scheint aber eher so, als habe Omar sich nicht schrittweise auf dem Weg zur dieser Erkenntnis fortbewegt, sondern einen Sprung vollzogen. Denn 2007 sagte Omars Ehefrau über dessen Beziehung zu seinem Vater und 9/11 folgendes:
"Er vermisst seinen Vater. Omar weiß nicht, ob sein Vater für die 9/11-Attacke verantwortlich ist. Ich denke er wird es niemals wissen."(Quelle)
Und Omar selbst äußerte sich 2008 noch so:

“Wer kann hundert-prozentig wissen, dass mein Vater hinter 9/11 oder 7/7 [Anschläge von London 2005] steckt? Ich bin kein Richter und keine Jury. Ich weiß nicht, ob mein Vater ein Terrorist ist oder in die Anschläge involviert war." (Quelle)

Was hat Omar also nun bewogen, seinen Vater als Drahtzieher des 11.September 2001 anzunehmen? Der TIME-Artikel gibt Auskunft:

Mittwoch, 28. Oktober 2009

Was steckt hinter dem Anschlag in Bagdad? - Teil 2/2

Im Hinblick auf die aktuellen Anschläge im Irak sollten wir zum besseren Verständnis einen Rückblick auf einen Anschlag werfen, der einen Wendepunkt in der Gewalteskalation zwischen Schiiten und Sunniten darstellte. Am 22.Februar 2006 wurde ein Anschlag auf die für Schiiten heilige "Goldene Moschee" in Samarra verübt, durch den die goldene Kuppel des Gebäudes einstürzte.

Goldene Moschee: vorher und nachher
Der Anschlag führte zu Racheaktionen gegen sunnitische Moscheen und Geistliche, welche sich beinahe bis zu einem offenen Bürgerkrieg ausgeweitet hätten. Der Irak-Experte Joachim Guilliard schrieb ausführlich über die Hintergründe des Anschlags in der 'Jungen Welt' am 3.3.2006, woher auch die folgenden Zitate stammen.
Überraschend für viele Beobachter war schon die Schnelligkeit gewesen, mit der sie begannen. Es scheint, als hätten die  Akteure nur auf ihren Einsatz gewartet, meinte die international bekannt gewordene irakische Bloggerin »Riverbend«. Keiner der vielen bewaffneten Angriffe auf sunnitische Moscheen, so der irakische Politologe Sami Ramadani im britischen Guardian  vom 24. Februar, machte den Eindruck eines spontanen Protests. Die Berichte darüber deuten vielmehr darauf hin, daß sie meist  von vermummten Bewaffneten initiiert worden waren. (...)
Im Westen hielt man sich nicht lange mit Nachforschungen auf,  paßte der Anschlag und die folgenden brutalen Racheaktionen doch gut in das seit langem gepflegte Bild von einer tiefen  Feindschaft zwischen den Konfessionen.

Was steckt hinter dem Anschlag in Bagdad? - Teil 1/2

Die Situation in Irak lag in den vergangenen Tagen wieder im Blickpunkt der Medien. Leider geschieht das meist nur, wenn es zu solchen Anschlägen kommt, wie am vergangenen Sonntag, bei dem über 130 Menschen getötet und über 500 verletzt wurden. Zwei Bomben wurden in Bagdad außerhalb der Grünen Zone vor dem Justizministerium und einem weiteren Verwaltungsgebäude gezündet. In einem 'MSNBC'-Bericht wird vermutet, dass die Täter Hilfe aus den Reihen der Sicherheitskräfte bekamen, um die vielen Sicherheitskontrollen erfolgreich passieren zu können. Mittlerweile habe sich Al-Qaida per Internet zu dem Anschlag bekannt. Wenn man nach dem "cui bono" fragt, also danach, wem es nutzt, dann erscheint Al-Qaidas Vorgehen in Irak durchaus kompatibel mit den Interessen der ausländischen Besatzer zu sein. Allerdings wird diese Tatsache oft auf den Kopf gestellt, so z.B. in einem Artikel von Lutz Herden im 'Freitag' am 26.Oktober:
Es wäre politische Selbstentleibung, sollte der irakische Premier al-Maliki gezwungen sein, US-Truppen nach Bagdad zu rufen, weil er deren Beistand braucht wie die Luft zum Atmen. Drei Monate bleiben bis zu den Parlamentswahlen Mitte Januar. Da muss ein Regierungschef, der wiedergewählt werden will, Macht statt Ohnmacht zeigen – und auf die Amerikaner verzichten können. Die hatten sich am 30. Juni aus den großen Städten des Landes in ihre Basen zurückgezogen. Al-Maliki – sichtlich bemüht das Stigma einer Marionette loszuwerden – feierte diesen Tag wie ein nationales Fest. Das Stationierungsabkommen funktionierte. Seit es zwischen Bagdad und Washington vom Herbst 2008 geschlossen war, schien die Rückkehr zu voller Souveränität unaufhaltsam und unwiderruflich. Der Irak konnte wieder er selbst sein. Schließlich wollte Präsident Obama spätestens zum 31. Januar 2011 den letzten US-Soldaten auf Heimatkurs wissen.

Nun aber häufen sich seit Monaten die Anschläge in Bagdad, Basra und Kirkuk, werden immer brutaler, immer verheerender, immer opferreicher. 275 Tote im Juli, 456 im August, 210 im September – am 25. Oktober lassen die Attentate auf das Justizministerium und andere öffentliche Gebäude in Bagdad die höchste monatliche Opferzahl seit 2006 befürchten. Offenbar sind die sunnitischen Milizen eben nicht so domestiziert, wie es Nuri al-Maliki gern hätte, sondern das Rückgrat des nationalen Aufstandes, wie sie einst das Rückgrat der Nationalarmee Saddam Husseins waren.(...)
Die USA haben den Irak in einen Zustand versetzt, der sie zwingt, Besatzungsmacht zu bleiben, solange die Besatzung andauert. Bis zum bitteren Ende, worin das immer bestehen mag: Im fristgerechten Abzug oder dem Versuch erneuter Befriedung. Autorität, die angetreten ist, den irakischen Staate zu unterwerfen, kann sich nicht zurückziehen, wenn diesem Staat nun die Autorität fehlt, seine Bürger zu schützen. Wer andere beherrschen will, muss sie auch regieren können. (Quelle)
Herr Herden liegt mit seiner Einschätzung ziemlich daneben. Das Groteske seiner Ausführungen wird daran deutlich, dass er auf der einen Seite diesen Anschlag dem "Rückgrat des nationalen Aufstands" zurechnet und auf der anderen Seite richtig bemerkt, dass dieser Anschlag nur die weitere Anwesenheit der US-Besatzer "erfordert". Statt "erfordert" müsste es richtiger weise "legitimiert" heißen. Doch Herden will seinen Lesern einbläuen, dass die US-Besatzer durch solche Anschläge gegen ihr eigenes Interesse gezwungen seien, weiterhin im Land zu bleiben. Doch die USA haben ein Interesse im Land zu bleiben, sonst hätten sie es gar nicht erst besetzt. Oder will tatsächlich noch jemand behaupten, die Besatzung Iraks sei aus Nächstenliebe zu den von Saddam unterdrückten Irakern geschehen und werde jetzt aus Nächstenliebe zu den vom Terror gebeutelten Irakern aufrecht erhalten? Die Besatzung des Irak liegt im Interesse der Pentagon-Strategen, niemand hat diese gezwungen, in den Irak einzumarschieren. Und niemand zwingt sie, weiter im Land zu bleiben - auch nicht Al-Qaida.

Montag, 26. Oktober 2009

Deutschland führt Krieg gegen Iran!

Während die Unterstützung terroristischer Gruppen in Iran durch die USA nach dem Anschlag am 18.Oktober durch die Jundullah eine breitere Aufmerksamkeit erfuhr, wird in den deutschen Medien die Rolle Deutschlands, die es bei der Destabilisierung des Iran durch die Entfachung eines ethnischen Bürgerkriegs spielt, kaum erwähnt.

Diese Politik der Einmischung in die inneren Angelegenheiten Irans wird unter der neuen schwarz-gelben Regierung wahrscheinlich noch forciert werden, schließlich steht mit Westerwelle ein Mann der FDP im Außenministerium an der Spitze. Und die FDP-nahe 'Friedrich-Naumann-Stiftung' hat erst kürzlich mit der Unterstützung des Putsches gegen den demokratisch gewählten Präsidenten in Honduras ihre Bereitschaft unter Beweis gestellt, mittels Terror und Gewalt Veränderungen herbei zu führen. Übrigens auch mit Ihren Steuergeldern, denn die Naumann-Stiftung bezieht jährlich Millionensummen vom Staat. Alleine 2007 über 36 Millionen Euro. Das verheißt nichts gutes für Iran.

Neben der Jundullah sind es vor allem zwei bewaffnete Gruppen in Iran, die Unterstützung erfahren. Die kurdische PJAK (Partei für ein Freies Leben in Kurdistan) und die MEK (Modschahedin-e Chalgh), besser bekannt auch als Volksmodschahedin. Eingebunden werden diese Gruppen in eine Strategie der Stärkung der Zentrifugalkräfte, die den iranischen Nationalstaat zerreißen sollen.

Denn Iran ist ein Vielvölkerstaat, in dem die (schiitischen) Perser nur eine knappe Mehrheit bilden. Zu den größten ethnischen Minderheiten gehören die Aseri, gefolgt von Kurden, Arabern, Balutschen und Turkmenen. Diese sollen angestachelt werden, gegen den iranischen Staat aktiv zu werden und unter der Parole der ethnischen Selbstbestimmung eine den westlichen geopolitischen Interessen entgegenkommende Politik zu betreiben. Dabei wird die zurecht kritisierte Menschenrechtslage im Iran, wie etwa die bestehende Todesstrafe oder die Unterdrückung von Meinungsfreiheit, instrumentalisiert für eine Politik, an deren Ende - das Beispiel Irak zeigt das deutlich - keine Verbesserung der Menschenrechtslage stehen wird.

Sonntag, 25. Oktober 2009

Al-Qaida - Mindesthaltbarkeitsdatum abgelaufen!

"Was nicht passt, wird passend gemacht". Das hätte das Arbeits-Motto von Winston Smith sein können, der im "Ministerium für Wahrheit" die Aufgabe hatte, vergangene Nachrichten und Berichte mit der Gegenwart in Einklang zu bringen. Wurde etwa zu Jahresbeginn eine Erhöhung  der Löhne um zehn Prozent als Ziel ausgegeben, aber waren am Jahresende tatsächlich nur fünf Prozent mehr in der Lohntüte, so war es Winstons Aufgabe, die Vergangenheit zu korrigieren. Dann wurden aus den zu Jahresbeginn versprochenen zehn Prozent fünf Prozent gemacht. Somit wurde das Ziel voll erreicht und alle konnten sich zufrieden und glücklich schätzen. George Orwells Vorstellung einer Diktatur in seinem Werk "1984", in dem Winston den Hauptcharakter darstelt, hat sich glücklicherweise nicht durchgesetzt.

Wir leben nicht in einem Land, in dem es ein Wahrheitsministerium gibt. Vielleicht liegt das daran, dass die Demokratie so gefestigt ist. Vielleicht aber auch daran, dass die Arbeit eines Wahrheitsministeriums ein übertriebener Aufwand wäre. Frei nach Konrad Adenauers "was-interessiert-mich-mein-Geschwätz-von-gestern", bedarf es hierzulande nicht der permanenten Angleichung der Gegenwart mit einer Vergangenheit, für die sich in unserem schnelllebigen Medienzeitalter kaum noch jemand interessiert.

Besonders Terrorexperten scheinen regelmäßig unter akutem Gedächtnisverlust zu leiden. Den einen Tag sagen sie "hüh", den anderen "hott". An einem Tag stehe Al-Qaida kurz davor, die Weltherrschaft zu übernehmen, am anderen Tag sei sie schon fast zerschlagen. Mal befindet sich Al-Qaida im Krieg mit Eurasien, mal mit Ostasien.

Freitag, 23. Oktober 2009

Islamische Dschihad Union - Hintergründe zu einem Medienkonstrukt - 2/2

Dies ist ein Gastbeitrag von Lampadia - Teil 2 von 2 - Teil 1 hier

Denn bereits im ersten Kapitel wird auch hier auf Spiegel Online als Quelle verwiesen. Medienberichte als Quelle für Wissenschaftler und nachrichtendienstliche Recherche erscheint mir ein Armutszeugnis zu sein. Darüber hinaus gehen noch weitere internationale Medien in die Erkenntnisgewinnung dieser Studie ein (Times, Turkishdailynews, NYTimes u.v.m.). Die Ausführungen in Bezug auf die IMU bzw. IBU sind im Großen und Ganzen nicht zu beanstanden, auch wenn aus Vermutungen schnell mal Tatsachen werden. Andererseits ist die IMU wesentlich besser dokumentiert, als zahlreiche andere mutmaßliche Terrororganisationen. Interessant wird es erst, wenn die IJU in den Fokus der Studie kommt. Denn hier wird die Quellenlage bekanntlich erheblich dünner. Und hier kommt eine neue Beweisführung ins Spiel, die sich im gesamten Internet nachrecherchieren lässt. Versucht man wissenschaftliche oder zumindest nachvollziehbare Erkenntnisse über die IJU zu erhalten, wird immer wieder auf eine Studie verwiesen: auf Ronald Sandees „The Islamic Jihad Union (IJU)“. Aber dazu später mehr. Die gesamte Entstehungsgeschichte wird hier beschrieben nach Sandee. Was letztlich nichts anderes bedeutet, als dass die Studie aus Norwegen wiederum kaum Wert hat, da sie sich in allen wichtigen Punkten auf eine andere Studie bezieht. Und wie unseriöse Belegführung aussieht, zeigt die Studie dann auch gleich noch. Sie führt zwar den ehemaligen britischen Botschafter Usbekistans, Craig Murray, an, widerlegt ihn aber zirkulär damit, dass ja die Sauerlandgruppe festgenommen wurde und somit die Existenz der IJU belegt sei. Da aber nicht einmal die Versuchs-Terroristen aus dem Sauerland selber wussten, dass sie bei der IJU im Trainingscamp waren, ist diese zirkuläre Schlussfolgerung unzulässig. Hier würde man schlichtweg die Behauptung deutscher Geheimdienste übernehmen, dass dies eben die IJU gewesen sei.

Wie hätte es anders sein können, beruft sich auch die Studie der Norweger auf die mysteriöse Seite sehadetvakti.com. Es folgen weitere Belege aus öffentlichen Medien von Asia Times über immer wieder Spiegel Online. Die prominente Rolle von Spiegel Online und allem voran Yassin Musharbash sollte man in einem anderen Artikel mal verfolgen. Die Beweisführung ist also auch hier äußerst dünn und wissenschaftlich nicht zu verwerten, bestenfalls ist dieses alles als Hörensagen einzustufen. Neu ist dann allerdings die Interseite sehadetzamani.com. Von der Aufmachung unterscheidet sich diese kaum von der verloren gegangenen Seite sehadetvakti.com. Es ist wohl anzunehmen, dass dies die Nachfolgeseite darstellt. Auch hier „veröffentlicht“ die IJU verschiedenste Meldungen. Aber genauso wie auf der Vorgängerseite ist es nicht möglich, irgendeine Meldung zu verifizieren, geschweige denn festzustellen, ob die IJU wirklich irgendetwas mit dieser Seite zu tun hat. Oder um es einmal mit Craig Murray zu sagen: „What would it prove anyway? I could get up a posting somewhere claiming to be Santa Claus and taking responsibility.”

Donnerstag, 22. Oktober 2009

Islamische Dschihad Union - Hintergründe zu einem Medienkonstrukt - 1/2

Dies ist ein Gastbeitrag von Lampadia - Teil 1 von 2
Über die Islamische Jihad Union ist in den letzten zwei Jahren viel geschrieben worden. Leitmedien überbieten sich mit „investigativen“ Einblicken in eine Terrororganisation die sich Deutschland als Hauptziel ausgesucht hat. Das „Phantom IJU wird greifbar“ schreibt Yassin Musharbash auf Spiegel Online und schließt: „Nie dürfte ein aktuelleres und umfassenderes Bild von der IJU vorgelegen haben“. Dass Musharbash solch Schlussfolgerungen macht, verwundert kaum noch. Spielt er doch in der ersten Liga der Terrorexperten mit. Und das wichtigste für diese Experten dürfte auch sein, dass ihnen die islamistische Bedrohung niemals abhanden kommt, denn dann sind auch sie selber wieder abgemeldet.

Das „aktuellste und umfassendste Bild“ der IJU ist aber vor allem ein Bild, an dem zahlreiche Akteure mitgestrickt haben.  Es handelt sich dabei nicht im Geringsten um differenzierte Erkenntnisse über eine Terrororganisation, geschweige denn um verifizierbare Erkenntnisse. Im Folgenden soll deswegen einmal der Versuch unternommen werden, die Erkenntnisse über die IJU wissenschaftlich (und das heißt vor allen Dingen  nachvollziehbar) zu analysieren. Während früher noch echte Recherche notwendig war, reicht es mittlerweile aus, sich auf youtube ein Terrorvideo anzuschauen und dann darüber mit den Worten zu berichten: „Das Terrorvideo liegt der Redaktion vor.“ Oder man erhält einen Anruf in dem irgendjemand behauptet, irgendwer zu sein und schon wird der nächste Artikel veröffentlicht. Das ist nicht nur unseriös, es ist schlichtweg Meinungsmache und im schlimmsten Falle Panikmache. Ob sich Journalisten darüber im Klaren sind, dass sie von verschiedensten „Quellen“ missbraucht werden, um tendenziös zu berichten und die Öffentlichkeit zu manipulieren, darüber kann man nur spekulieren.

Mittwoch, 21. Oktober 2009

Al-Qaidas Freigänger - Teil 3

Nicht nur in Pakistan oder Großbritannien können bzw. konnten Männer, die zum inneren Zirkel Al-Qaidas gezählt werden,  aufgrund ihrer Verbindungen zu Geheimdiensten sich vor Zugriff durch Strafverfolgungsbehörden sicher wähnen. Auch in Deutschland wird mit zweierlei Maß gegenüber Terror-verdächtigen gemessen.

Wegen des Verdachts der Unterstützung der Madrider-Al-Qaida-Zelle, die die mutmaßlichen 9/11-Attentäter unterstützt hat, verfasste ein spanisches Gericht im September 2003 eine Anklageschrift gegen 35 Männer. Ein Name taucht in dieser Schrift ganze 177 mal auf. Der Name Mamoun Darkazanli. Er wird beschuldigt, der Finanzier Bin Ladens in Europa zu sein.
Die Liste derer, mit denen Darkazanli Geschäfte tätigte und Geld austauchte, liest sich wie ein "wer-ist-wer" von Al-Qaida: Wadih El-Hage, Bin Ladens ehemaliger persönlicher Sekretät; Tayyib al-Madani, der Ehemann von Bin Ladens Nichte und vor 9/11 Al-Qaidas Finanzchef; und Mustafa Setmariam Nasr, der Leiter eines Al-Qaida Trainingcamps in Afghanistan, der 1996 nach Hamburg reiste, um Darkazanli zu treffen. (Chicago Tribune, 5.10.2003)

Interpol-Fahndungsfoto

Spanien forderte daraufhin die Auslieferung des in Deutschland auf freiem Fuß lebenden Al-Qaida-Finanziers. Die Hamburger Behörden folgten dem Antrag und nahmen Darkazanli in Auslieferungshaft. Doch das Bundesverfassungsgericht stoppt seine Auslieferung "im letzten Moment". Die Auslieferung verstoße gegen die Gesetze der Bundesrepublik Deutschland. Als diese Jahre später geändert wurden, versuchte es Spanien 2007 noch einmal. Wieder entschied das oberste Gericht Deutschlands dagegen. Die Begründung diesmal:

Montag, 19. Oktober 2009

Terror-Angstmache und der Kniefall der "Linken"

Im vergangenen Monat haben sich deutsche Terrorexperten gründlich blamiert. Die gegen Deutschland gerichteten Al-Qaida Drohvideos, verbreitet vom US-Amerikanischen IntelCenter, nahm man zum Anlass, Deutschland in Panik zu versetzen - was ja eigentlich Aufgabe der Terroristen selbst wäre.

So sagte der Terrorexperte Guido Steinberg in einem Interview mit der 'Zeit', die Drohungen des "Al-Qaida-Sprechers" Bekkay Harrach seien "zu konkret für einen Bluff". Harrach kündigte Anschläge in Deutschland innerhalb von zwei Wochen nach den Bundestagswahlen an. Steinberg:
Es ist schwer vorstellbar, dass al-Qaida eine solche Drohung ausstößt, ohne dass eine Zelle bereits konkret in den Vorbereitungen für einen Anschlag steckt.
Schwer vorstellbar ist allerdings auch, warum jüngsten Berichten zufolge Al-Qaida pleite sein soll, wenn an der Spitze der Organisation doch der Multimillionär Osama Bin Laden steht. Oder ist er doch etwa tot, wie pakistanische Geheimdienstler behaupten? Dort müsste man es ja eigentlich am besten wissen, wenn man sich die Verbindungen des pakistanischen Geheimdienst ISI zu Al-Qaida vergegenwärtigt.

Und was ist mit Al-Qaidas Behauptungen, vor Somalias Küste an der Entführung von Dutzenden Schiffen beteiligt gewesen zu sein?  Was haben die mit dem erpressten Lösegeld gemacht? Wie passt das zusammen mit den produzierten Spenden-Bettelvideos mit Leuten vom Schlage eines glattrasierten Krawattenfuzzis wie Harrach, die überhaupt keine Autoriät ausstrahlen?

 "Al-Qaida Sprecher" Bekkay Harrach
Und was wollen denn das für Terroristen sein, die auf der einen Seite Deutschland mit Terroranschlägen drohen und andererseits gleichzeitig dafür mittels eines deutschen Sparkassen-Kontos Gelder sammeln gehen? Aufgabe eines Terrorexperten wäre es, auf solche zum Himmel schreiende Widersprüche hinzuweisen, statt in den Chor der Panik-und Angstmache einzustimmen. Leider reihte sich auch der ansonsten geheimdienst-kritische Terrorexperte Erich Schmidt-Eenboom in diesen Chor ein:

Sonntag, 18. Oktober 2009

Al-Qaidas Freigänger - Teil 2

London galt in islamistischen Kreisen immer als eine besondere Stadt. Denn in ihr ließ es sich frei vor Strafverfolgung gut leben. Das machte London zu einem sicherer Hafen des internationalen islamistischen Terrors und brachte Großbritanniens Hauptstadt auch einen neuen Spitznamen ein: Londonistan.

Ein prominenter Einwohner Londonistans war der jordanische Staatsbürger Abu Qatada, der 1993 von Großbritannien als politischer Flüchtling aufgenommen wurde. In London betätigte er sich dann als sogenannter "Hassprediger" und wichtiger Akteur im Al-Qaida-Netzwerk.
Trotz seiner Verwicklung in terroristische Aktivitäten, für die er in Jordanien in Abwesenheit zu lebenslanger Haft verurteilt wurde, und obwohl US-Geheimdienste davon ausgingen, dass Qatada Al-Qaidas religiösem Komitee angehört, lebte er weiter auf freiem Fuß in Großbritannien und predigte seinen Hass. Er genoss die Protektion durch die britischen Behörden. Wie auch die beiden "Hassprediger" Omar Bakri Mohmmed, der davon sprach, mit den britischen Behörden ein "Sicherheitsabkommen" getroffen zu haben, und Abu Hamza al-Masri. Über Hamza, Qatada und Bakri schreiben Sean O'Neill und Daniel McGrory in ihrem Buch "The Suicide Factory" auf Seite 108:
"Sie behaupteten alle, dass radikale Islamisten sich in London sicher fühlten, da sie geschützt wurden durch ein "Sicherheitsabkommen", wie sie es nannten. Dabei, so sagten sie, handelt es sich um einen Deal, bei dem die extremistischen Gruppen versicherten, keine Attacken in Großbritannien durchzuführen, dafür ließen Polizei und Geheimdienste sie in Ruhe. Britische Minister zeigten sich schockiert über Andeutungen, dass sie einem solchen Pakt beigetreten seien. Aber andere Länder äußerten ihre Verwunderung, warum die britische Regierung weiterhin Warnungen ignorierten, dass radikale Organisationen London als einen sicheren Hafen benutzen und es den Extremisten erlaubte, als wären sie immun gegenüber jeder Strafverfolgung. Für europäische Augen sah es so aus, als könnten diese Männer tun, wie ihnen beliebte."

CIA-Attentat auf Ahmadinedschad gescheitert!...

...so könnte die Schlagzeile auch lauten, wenn es um den heutigen Anschlag in Iran geht, bei dem nach letzten Angaben 35 Menschen starben. Der Anschlag galt einem Treffen sunnitischer und schiitischer Stammesführer, unter den Toten befinden sich auch hochrangige Mitglieder der Revolutionsgarden. Verantwortlich für die Bluttat zeichnete sich die 'Jundullah' (Soldaten Gottes), die in der Vergangenheit immer wieder terroristische Operationen in der iranischen Provinz Sistan-Balutschistan durchführte, aber ihr eigentliches Domizil in Pakistan hat. 

"Ahmadinedschad entging nur knapp dem Tod" titelte die 'Welt' heute. Aufmerksame Leser/innen dieses Blogs wissen, das die 'Jundullah' von der CIA finanziert, ausgerüstet und beraten wird. Immerhin weist auch die 'Welt' in ihrem Artikel auf zwielichtige Verbindungen der 'Jundullah' hin:

Samstag, 17. Oktober 2009

Al-Qaidas Freigänger - Teil 1

Nach Aussagen US-amerikanischer Geheimdienste ist Mohammad Ilyas Kashmiri Al-Qaidas Kopf für militärische Operationen. Zum ersten mal seit 2005 traf sich Ilyas kürzlich mit einem Journalisten - Syed Saleem Shahzad. Dessen Erfahrungsbericht kann man hier auf 'Asia Times' nachlesen. Ilyas wollte damit auch seine Lebendigkeit unter Beweis stellen. Er wurde bereits mehrfach fälschlicherweise von Behörden für tot erklärt – zuletzt nach einer Attacke einer US-Predator Drohne am 14.September 2009.

Wenig sei über ihn bekannt, allerdings wird er von Geheimdiensten als der "effektivste, gefährlichste und erfolgreichste Guerilla-Führer" beschrieben, heißt es in der 'Asia Times'. In deutschen Massenmedien fand das Treffen nur in der 'Welt' Beachtung. Dabei blieben aber pikante Details, die sich im 'Asia Times'-Orginal finden lassen, außen vor. Dem werde ich hier nachkommen, denn wozu ist man Terrorexperte?

Ilyas wurde 1964 in Bimbur im pakistanischen Teil Kaschmirs geboren und fand seinen Weg zum Dschihad über den Kaschmir-Konflikt zwischen Pakistan und Indien.

Er beteiligte sich dort am 'Kashmir Freedom Movement', ging dann zu 'Harkat-ul Jihad-i-Islami' (HUJI) und gründete schließlich die '313 Brigade'. Diese wird in dem Artikel zwar als "legendär" bezeichnet, tatsächlich stolperten Ermittler aber erst in Folge der Mumbai-Attacken Ende 2008 über sie und konnten sich anfangs keinen Reim machen, was '313 Brigade' überhaupt bedeuten soll.

Freitag, 16. Oktober 2009

US-Eingeständnis: Wir bekämpfen das afghanische Volk!

Über einen kürzlich erschienenen US-Geheimdienstbericht schreibt 'The Boston Globe':
Nahezu alle Aufständischen, die die US und NATO-Truppen in Afghanistan bekämpfen, sind keine religiös motivierten Taliban oder Al-Qaida-Kämpfer, sondern eine neue Generation von Stammeskämpfern, die um territoriale Kontrolle, Bodenschätze und Schmuggel-Routen kämpfen, so eine Zusammenfassung eines US Geheimdienst-Berichts.
Einige der wichtigsten Gruppen des Aufstands, inklusive einer, die jüngst verantwortlich ist für eine Welle von amerikanischen Opfern, standen sogar in Opposition zu dem harschen islamischen Regime der Taliban in den 1990er Jahren. (...)
 "Neunzig Prozent ist ein lokaler Stammesaufstand," sagte ein US Geheimdienst-Beamter, der die Bewertung mit ausarbeitete. "Zehn Prozent sind Hardcore-Ideologen, die für die Taliban kämpfen."
US Kommandeure und Politiker sprechen vom Feind immer vage als Taliban oder Al-Qaida, was das Bild der heiligen Krieger fördert, die danach trachten, eine fundamentalistische Variante des Islam zu verbreiten. Aber die zumeist den Paschtunen angehörigen Kämpfer sind oft tief verbunden mit ihrer Familie und dem Sozialgefüge in den Bergen und Tälern, wo sie kämpfen. Und sie sehen sich in Opposition zur USA, weil es eine okkupierende Macht ist, so die Analysten. (Quelle)
Im Klartext: Das ist ein Krieg gegen die afghanische Bevölkerung. Ein Krieg nicht gegen international agierende Terroristen, sondern gegen lokale und nationale Aufständische, die ohne die Anwesenheit der Besatzungstruppen nicht zur Waffe greifen würden. Der US-Bericht bestätigt nur das, was der Journalist und Afghanistan-Experte Jürgen Todenhöfer von einem "Taliban"-Kämpfer selbst zu hören bekam. Er schrieb darüber in der 'Mitteldeutschen Zeitung' am 18.September 2009:

Donnerstag, 15. Oktober 2009

Großbritannien: Neue alte terroristische Bedrohung

Die britische 'Independent' machte gestern auf eine terroristische Bedrohung aufmerksam, die sonst nur unter "ferner liefen" in den Medien zu finden ist.
Britannien ist der realen Gefahr einer tödlichen Bomben-Kampagne ausgesetzt, die wahllos auf Zivilisten abzielt - aber sie wird geradezu ignoriert. Wenn deren Unterstützer jeden Tag dem Massenmord näher kommen, nimmt es niemand zur Kenntnis. Wenn deren Täter erwischt werden, dann gibt es (höchstens) eine kleine Notiz in den Kurznachrichten, bevor alle wieder beginnen, über das "Strictly Come Dancing"-Rennen zu reden. Das Schweigen deutet auf etwas dunkles in uns an - und erfordert von uns, unser Verhalten zu ändern, und zwar schnell.

Die Kampagne von der ich spreche wird nicht geplant von Dschihadi-Leuten oder irischen Nationalisten, sondern von weißen "Neo-Nazis", die Asiaten, Schwarze, Juden und Schwule in dem bizarren Glauben ermorden wollen, dadurch einen "Rassenkrieg" auslösen zu können.

Sie haben schon einmal zugeschlagen. Genau vor einem Jahrzehnt platzierte ein 22-jähriges Mitglied der Britisch National Party namens David Copeland Bomben in Brixton, Brick Lane, und in einer Schwulen-Kneipe in Old Compton Street. Damit schaffte er es, einen Nagel tief in den Schädel eines Babys eindringen zu lassen, eine schwangere Mutter zu töten, ihren schwulen besten Freund und dessen Partner. Er prahlte: "Mein Ziel war politisch. Es sollte einen Rassenkrieg in diesem Land auslösen. Es wäre zu einem Gegenschlag durch die ethnischen Minderheiten gekommen, dann wäre alle weißen Leute los gegangen und hätten die BNP gewählt."
Aktuelle Beispiele, die die Gefahr des rechtsextremen Terrors verdeutlichen, werden aufgezählt:

Mittwoch, 14. Oktober 2009

Al-Qaida wechselt die Front

Nicht nur die US-Behörden, auch Al-Qaida ist immer wieder für eine Überraschung gut. Schon in der Vergangenheit reibten sich manche verwundert die Augen, als Al-Qaida ausgerechnet den größten Widersacher der USA in Süd-Amerika mit Anschlägen gedroht hat - gemeint ist natürlich Venezuela.
Iran, ein weiterer großer Widersacher der USA und Israels, geriet auch immer wieder in das Visier von Al-Qaida. Wie 'TIME' berichtete, will sich Al-Qaida jetzt auf China einschießen. Warum Al-Qaida sich ausgerechnet mit den Staaten anlegt, die den Hegemonie-Bestrebungen der USA, dem vermeintlich großen Satan,  im Wege stehen, bleibt ihr Geheimnis. Aber vielleicht ist Al-Qaida auch nur ein Werkzeug dieser Hegemonie-Bestrebungen? In den Fällen Iran und China spricht einiges dafür.
Schauen wir zuerst nach Iran. Regelrecht empört zeigte sich Al-Qaida angesichts einer wachsenden Anzahl von Verschwörungstheorien, die die offizielle Version des 11.September in Frage stellen. Als auch aus dem Kreis der iranischen Regierung Zweifel an der offiziellen Darstellung des 11.September geäußert wurden, schritt Al-Qaida-Vize Al-Zawahiri ein. Lächerliche Verschwörungstheorien seien das, sagte er und befand sich damit auf einer Linie mit der US-Regierung. Und verkündete zugleich selbst eine Verschwörungstheorie, wonach das iranische Regime hinter den 9/11-Verschwörungstheorien stecke. Das war großes Kino.



Al-Zawahiri - natürlich nur echt mit dem IntelCenter-Logo

Dienstag, 13. Oktober 2009

9/11 - Noch mehr Tote

Wie die "NYDailyNews" gestern berichtete, forderte der Anschlag des 11.September drei weitere Opfer. Die beiden Polizisten Robert Grossman, 44, und Cory Diaz, 37, sowie der Feuerwehr-Mann John McNamara, 44, erlagen den Spätfolgen des Anschlags. Sie alle starben an Krebs. Ausgelöst wurde dieser durch  die Einatmung des feinen Staubs, den die zum Großteil pulverisierten Twin Tower hinterlassen haben. Die drei Männer waren nicht die ersten Menschen, die am WTC-Staub starben und werden auch nicht die Letzten sein. Insgesamt werden mehr Menschen durch den WTC-Staub sterben, als durch den Einsturz der Türme selbst.


Tödlicher Staub wo einst die Zwillingstürme standen

Dabei hatte doch nach 9/11 das US-Amerikanische Umweltschutzministerium EPA in Person von Christie Whitman von Anbeginn behauptet, es gebe keinen Grund zur Besorgnis und man könne die Luft sicher Einatmen. Doch das war eine Lüge. Wie sich später heraus stellte, wurde Druck vom Weißen Haus auf die EPA ausgeübt, die Gefährlichkeit des WTC-Staubs herunterzuspielen bzw. zu leugnen. Aber natürlich musste nicht das Weiße Haus, sondern Whitman dafür den Kopf hinhalten.

Obwohl die 9/11-Feuerwehrleute, Polizisten und Rettungseinsatzkräfte als die Helden der Nation gelten, überließ man sie ihrem Schicksal. Und das bedeutet: ein langsamer und meist qualvoller Tod.

Montag, 12. Oktober 2009

Verpackung Al-Qaida - Inhalt FBI ?

Wie berichtet, vermeldeten Ende September 2009 deutsche Medien, dass das FBI Autobomben präparierte, die zwei voneinander unabhängig agierende Al-Qaida-Sympathisanten hochgehen lassen wollten. Hochgegangen sind sie dabei aber nur selbst, nämlich in einer FBI-Sting Operation.
Die US-Behörden haben zwei Terrorverdächtige festgenommen, die unabhängig voneinander versucht haben sollen, in den Bundesstaaten Texas und Illinois Sprengstoffanschläge zu verüben.
Nach FBI-Angaben hatte ein 19 Jahre alter Jordanier am Donnerstag bereits eine vermeintliche Autobombe an einem 60-stöckigen Wolkenkratzer in Dallas in Position gebracht. Ein 29-Jähriger aus Illinois wollte den Angaben zufolge einen mit Sprengstoff beladenen Wagen vor einem Gerichtsgebäude in Springfield zur Explosion bringen. In beiden Fällen waren die Sprengsätze von FBI-Agenten präpariert worden und ungefährlich, hieß es. Beide Männer hätten seit geraumer Zeit unter Beobachtung der Sicherheitsbehörden gestanden. (Quelle)

Im Fall des 19-jährigen jordanischen Teenagers, Hosam Maher Husein Smadi, sind nun einige weitere Details an die Öffentlichkeit gekommen. In der Anzeige gegen Hosam Smadi heißt es:
Smadi wurde durch das FBI in einer extremistischen Online-Group entdeckt; ein FBI Undercover-Angestellter war Mitglied dieser Group. Unter vielen anderen, die Gewalt befürwortet und unterstützt haben, stach Smadi heraus durch seine vehemente Absicht, eine Terror-Attacke in den Vereinigten Staaten durchzuführen.
Der FBI-Agent nahm Kontakt auf und stellte Hosam Smadi zwei weiteren FBI-Agenten vor, die sich als Mitglieder einer Al-Qaida Schläferzelle ausgaben. Smadi wiederholte seine Absicht, in den USA einen Anschlag durchzuführen. Nach Dutzenden Treffen, darunter auch das gemeinsame Ausspähen potentieller Zielobjekte, kam das FBI zu dem Schluss, dass Smadi in jedem Fall einen Anschlag begehen würde.

"Er würde es machen mit oder ohne Unterstützung von Al-Qaida Agenten, die sich als Angehörige des FBI herausstellten." (Quelle)

CERN: Al-Qaida nur ein schwarzes Loch?

CERN ist das größte Forschungszentrum für Teilchenphysik der Welt und steht bei Genf in der Schweiz. Bekannt ist es vor allem für seinen riesigen Teilchenbeschleuniger.



CERN-Teilchenbeschleuniger: Im Untergrund geht's rund!



Einige Wissenschaftler glauben sogar, dass die Experimente in diesem Teilchenbeschleuniger schwarze Löcher produzieren könnten, die die ganze Erde auffressen. CERN wurde übrigens von der UNESCO als exterritoritales Gebiet ausgewiesen und somit gilt für CERN kein nationales Recht - also quasi ein rechtsfreier Raum.


Eins war klar: ein Projekt, welches im Untergrund mit solchen potentiell mega-destruktiven Kapazitäten in einem vom Staat nicht kontrollierten rechtsfreien Raum agiert, musste über kurz oder lang bei Al-Qaida auf großes Interesse stoßen.

Und so ging vergangene Woche die Meldung um die Welt, dass ein französischer CERN-Forscher mit algerischer Herkunft ein Aktivist der Al-Qaida sei. So schrieb die "Basler Zeitung" am 11.10:
Ein wegen Terror-Verdachts festgenommener Physiker, der beim Cern-Atomlabor beschäftigt war, hat nach Informationen aus französischen Justizkreisen Internet-Kontakte zu einem Verbindungsmann von al-Qaida in Nordafrika zugegeben. In E-Mails seien vage gehaltene Pläne für Terroranschläge erörtert worden, sagte eine Gewährsperson am Sonntag. Der Physiker habe verschiedene Ziele vorgeschlagen und gesagt, er habe «Lust, einen Anschlag zu verüben». Konkrete Planungen habe es aber nicht gegeben.
Nordafrika? Algerien? Al-Qaida? Da war doch was! In Zusammenhang mit der Gründung des US African Command ("Africom") in Stuttgart Anfang 2007 untersuchte Prof. Dr. Werner Ruf die hinter dem "Krieg gegen den Terror" in (Nord-)Afrika stehenden geopolitischen Interessen der USA. Insbesondere für Algerien wies er nach, dass es sich bei "Al-Qaida" um ein "reines Konstrukt" handelt. In einem Artikel für das "Neue Deutschland" vom 21. April 2007 schrieb er:

9/11 - Der Mythos vom guten Krieg

In Sachen 9/11, also der Anschläge des 11.September 2001, wird man immer wieder von den US-Behörden in Staunen versetzt. So meldete die pakistanische Zeitung "The International News" vor Tagen, dass laut Angaben des US-Außenministeriums die "meisten der Terroristen, die die 9/11-Attacken geplant haben, von Afghanistan nach Pakistan gegangen" seien.


Offiziell galten bislang, neben Osama bin Laden und den 19 bei den Anschlägen gestorbenen Entführern, Khalid Sheikh Mohammed und Ramzi Binalshibh als die logistischen Drahtzieher der Anschläge. Wo kommen nun acht Jahre später "die meisten" derer plötzlich her, die 9/11 zu verantworten haben? Stehen hinter der Aussage des US-Department neue, kriminalistisch gewonnene Erkenntnisse? Wohl kaum.


Dahinter steht vielmehr politisches Kalkül.  Schließlich umfasst US-Präsident Obamas neue Afghanistan-Strategie auch Pakistan. Aus eins mach zwei. Und mit dem Verweis auf 9/11 sollen die zukünftigen militärischen Interventionen in Pakistan legitimiert werden.

Denn in den USA gilt der Afghanistan-Krieg im Gegensatz zum Irak-Krieg als der gute Krieg. Schließlich wurden von dort ja die Anschläge des 11.September organisiert. Und dieser Krieg ist so gut, dass man als Oberbefehlshaber sogar einen Friedensnobelpreis bekommt, wenn man noch 17.000 weitere Soldaten hinein schickt.

Von dieser Güte will man auch in Pakistan profitieren. Doch die in Dubai erscheinende "Khaleej Times",  welche als erste englischsprachige Tageszeitung der Vereinigten Arabischen Emirate gegründet wurde, wies heute (12.10.) zu recht darauf hin, dass laut der offiziellen Darstellung selbst, 9/11 nicht in Afghanistan geplant wurde, sondern in Deutschland und Spanien. Und dass die Attentäter überwiegend aus Saudi-Arabien kamen und nicht aus Afghanistan. Auch bekamen sie nicht in Afghanistan, sondern in den USA Flugunterricht.

Der Artikel weist auch darauf hin, dass noch bis Anfang 2001 die Taliban US-Unterstützung erhielten. Laut "Khaleej Times" war selbst Osama Bin Laden damals noch "Geschäftspartner", obwohl er schon seit Jahren als Terrorist Nr.1 von den USA gesucht wurde. Wörtlich heißt es:

Sonntag, 4. Oktober 2009

Münchener OktoberFESTung und die alles entscheidende Frage

Neben einer erhöhten Gefährdungslage aufgrund des Wahlverhaltens der Bundesbürger sorgten auch Anspielungen auf das Münchener Oktoberfest in den jüngsten Al-Qaida Drohvideos für dessen Ausbau zur Festung.


So hat der "Al-Qaida Sprecher" Bekkay Harrach in einem Video vom 18.September gesagt: "Die Zeit ist für Deutschland reif, endlich zu begreifen, dass Afghanistan nicht das 17. Bundesland ist und auch nicht ein Bierzelt, um dort das ganze Jahre Oktoberfest zu feiern." Und in einem weiteren Video, datiert auf den 25.September, wurde während der gegen Deutschland ausgesprochenen Anschlagsdrohungen unter anderen ein Bild des Oktoberfests eingeblendet. Außerdem hat Al-Qaida insbesondere in den zwei Wochen nach der Bundestagswahl mit Anschlägen in Deutschland gedroht.


Um die Sicherheit auf dem Oktoberfest zu gewährleisten, sind 700 Polizisten mitsamt schweren Gerät wie Schützenpanzern vor Ort im Einsatz. Ein dreifacher Sicherheitsring wurde ums Fest gezogen, seit 2001 erstmals wieder eine Flugverbotszone eingerichtet und verdächtige Islamisten für die Dauer des Fests präventiv inhaftiert. Neben bisher schon üblichen Stichprobenkontrollen an den Eingängen sollen nun auch größere Gepäckstücke beim Zugang zu den Bierhallen kontrolliert werden.



Oktoberfest - Kein Durchkommen für Terroristen?


Angesichts der Drohungen, angesichts der bereits von islamistischen Terroristen durchgeführten Terrorakte, wer - außer einem Terrorexperten - könnte da den verschärften polizeilichen Maßnahmen widersprechen, ohne sich den Vorwurf einzuheimsen, im Sinne der Terroristen zu handeln?