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Montag, 2. November 2009

Osama Bin Ladens Sohn lügt!

Omar Bin Laden, eines von zehn Kindern aus Osama Bin Ladens erster Ehe mit seiner Cousine Najwa Ibrahim Ghanem, hat zusammen mit dieser ein Buch verfasst. Es beschreibt das Familienleben unter dem Kommando des Terrorfürsten und welche Härten und Entbehrungen Omar als Kind und Jugendlicher durchmachen musste. Im Alter von 19 Jahren - die Bin Ladens hatten Zuflucht in Afghanistan gefunden - entschloss sich Omar, mit seinem Vater zu brechen und erteilte einer möglichen Karriere in dessen Terrornetzwerk ein Absage. Dieses Buch stellt ein Novum dar: noch nie hat ein so enger Verwandter ein Buch über Osama verfasst. Nachrichten über den privaten Osama sind allerdings kein Novum. So plauderte etwa vor drei Jahren Osamas "Sexsklavin" aus dem Nähkästchen, dass dieser in Whitney Houston verschossen sei. Auch sie schrieb ein Buch. Wer sich für die Osama-Bin-Laden-Privat-Soap interessiert, dem sind beide Bücher sicherlich zu empfehlen. Interessanter allerdings ist die Tatsache, dass Omar nun als Anhänger der offiziellen 9/11-Version auftritt. Dies dürfte der wichtigste Aspekt an der ganzen Sache sein. 'TIME' leitete einen Artikel daher so ein:
Für Omar Bin Laden...kam die schreckliche Erkenntnis, dass sein Vater das terroristische Superhirn einer globalen Verschwörung ist, die das Leben Tausender Unschuldiger zerstört hat, schrittweise.
Später heißt es:
Nach dem Massaker von 9/11 gab es für Omar kein zurück [nach Afghanistan]. Viele seiner Geschwister, die zurück blieben, sind wahrscheinlich tot. Sein Vater ist der berühmteste lebende Massenmörder. "Während dieser Jahre des Kummers und Verlustes musste ich mich der Wahrheit über meinen Vater stellen", schreibt Omar.
Omars schmerzvolle Einsicht in die Täterschaft seines Vaters soll also schrittweise erfolgt sein. Es scheint aber eher so, als habe Omar sich nicht schrittweise auf dem Weg zur dieser Erkenntnis fortbewegt, sondern einen Sprung vollzogen. Denn 2007 sagte Omars Ehefrau über dessen Beziehung zu seinem Vater und 9/11 folgendes:
"Er vermisst seinen Vater. Omar weiß nicht, ob sein Vater für die 9/11-Attacke verantwortlich ist. Ich denke er wird es niemals wissen."(Quelle)
Und Omar selbst äußerte sich 2008 noch so:

“Wer kann hundert-prozentig wissen, dass mein Vater hinter 9/11 oder 7/7 [Anschläge von London 2005] steckt? Ich bin kein Richter und keine Jury. Ich weiß nicht, ob mein Vater ein Terrorist ist oder in die Anschläge involviert war." (Quelle)

Was hat Omar also nun bewogen, seinen Vater als Drahtzieher des 11.September 2001 anzunehmen? Der TIME-Artikel gibt Auskunft:

Sonntag, 4. Oktober 2009

Münchener OktoberFESTung und die alles entscheidende Frage

Neben einer erhöhten Gefährdungslage aufgrund des Wahlverhaltens der Bundesbürger sorgten auch Anspielungen auf das Münchener Oktoberfest in den jüngsten Al-Qaida Drohvideos für dessen Ausbau zur Festung.


So hat der "Al-Qaida Sprecher" Bekkay Harrach in einem Video vom 18.September gesagt: "Die Zeit ist für Deutschland reif, endlich zu begreifen, dass Afghanistan nicht das 17. Bundesland ist und auch nicht ein Bierzelt, um dort das ganze Jahre Oktoberfest zu feiern." Und in einem weiteren Video, datiert auf den 25.September, wurde während der gegen Deutschland ausgesprochenen Anschlagsdrohungen unter anderen ein Bild des Oktoberfests eingeblendet. Außerdem hat Al-Qaida insbesondere in den zwei Wochen nach der Bundestagswahl mit Anschlägen in Deutschland gedroht.


Um die Sicherheit auf dem Oktoberfest zu gewährleisten, sind 700 Polizisten mitsamt schweren Gerät wie Schützenpanzern vor Ort im Einsatz. Ein dreifacher Sicherheitsring wurde ums Fest gezogen, seit 2001 erstmals wieder eine Flugverbotszone eingerichtet und verdächtige Islamisten für die Dauer des Fests präventiv inhaftiert. Neben bisher schon üblichen Stichprobenkontrollen an den Eingängen sollen nun auch größere Gepäckstücke beim Zugang zu den Bierhallen kontrolliert werden.



Oktoberfest - Kein Durchkommen für Terroristen?


Angesichts der Drohungen, angesichts der bereits von islamistischen Terroristen durchgeführten Terrorakte, wer - außer einem Terrorexperten - könnte da den verschärften polizeilichen Maßnahmen widersprechen, ohne sich den Vorwurf einzuheimsen, im Sinne der Terroristen zu handeln?

Mittwoch, 30. September 2009

Al-Qaida Videos: Mit der Lizenz zum Verbreiten

Während in Deutschland ein 25-jähriger Türke festgenommen und seine Wohnung durchsucht wurde, weil er das neue Video des mutmaßlichen Al-Qaida-Mitglieds Bekkay Harrach, besser bekannt als "Abu Blahbla Talha der Deutsche", auf Youtube gestellt hat, können sich die Hauptverbreiter von Al-Qaida Propaganda vor polizeilichen Maßnahmen in Sicherheit wiegen. Gemeint ist hier nicht Al-Qaidas Medienabteilung As-Sahab, sondern das US-Amerikanische, Pentagon-nahe Intelcenter.

Das Intelcenter vertreibt Al-Qaida Videos gegen Entgelt, und sorgt dadurch erst dafür, dass sie einer breiteren Öffentlichkeit bekannt werden. Die Vorgehensweise ist dabei stets dieselbe: In Jihad-Foren will Intelcenter neue Propaganda-Videos von Al-Qaida aufgespürt haben. Wo genau es aber solche Videos entdeckt haben will, wird stets verschwiegen. Und damit Al-Qaidas As-Sahab sich die Mühe nicht umsonst gemacht hat - man will ja schließlich die Massen erreichen und dadurch politischen Druck aufbauen - peppelt Intelcenter die Videos massenkompatibel auf. Da werden Bild- und Tonqualität bearbeitet und ab und an auch Untertitel in die Sprache des jeweiligen Zielpublikums angefertigt und eingebaut. Das spart Al-Qaida Zeit und Ressourcen und sichert Arbeitsplätze bei Intelcenter.

Partner des Intelcenters und quasi dessen Vorläufer war das "SITE Institute", welches noch bis Anfang 2008 in den Medien zumeist als Garant für die Echtheit von Al-Qaida Propaganda herhalten durfte.

Al-Qaida Videos: Früher noch mit dem SITE-Logo versehen

Doch nachdem kritische Stimmen öffentlich machten, dass es sich bei diesem Institut in Wirklichkeit nicht um ein Institut handelt und bei den etablierten Medien nachhakten ob der obskuren Quelle, auf die sie sich ständig berufen, wurde SITE aus dem Schussfeld genommen. Seitdem bürgt Intelcenter für Al-Qaida Videos. Und seitdem schmückt das Intelcenter-Logo die Al-Qaida Videos.

Und wenn Bin Laden sich mal wieder - wie kurz vor der Bundestagswahl geschehen - im gewohnten Standbild aus der Gruft zu Wort meldet, und sich währenddessen viele die Frage stellen, ob er überhaupt noch lebt (man beachte das Intelcenter-Logo über Osama),  dann kommt Intelcenter ins Spiel. So schrieb der 'stern':
Wie das amerikanische Intel-Center, zuständig für die Einschätzung derartiger Videos am Freitag mitteilte, rief der Al-Kaida-Chef die Europäer darin auf, ihre Truppen aus Afghanistan abzuziehen. Die Europäer sollten "von den Fehlern anderer lernen", heiße es in der als echt eingestuften Botschaft.
Intelcenter ist also zuständig. Aber wie wird man das, zuständig? Wer hat diesen Zustand veranlasst? Bei welcher Behörde muss man die Zuständigkeit für Al-Qaida Videos beantragen? Und woher weiß Intelcenter, was echt ist und was nicht?